Mittwoch, den 07. November 2007 um 09:21 Uhr
Die von der Europäischen Föderalistischen Bewegung, dem Bund Europäischer Jugend und dem Europäischen Erzieherbund veranstaltete Informationsveranstaltung im Sparkassensaal Feldbach, zu „Europäische Perspektiven im Bildungssystem“ regte bei den Zuhörern zur Diskussion an, die von Dr. Rudolf Grasmug moderiert wurde.
Landesschulinspektor Hofrat Mag. Rupert Dirnberger führte aus, dass Unabhängig von der generellen Schwierigkeit, Europa in eine allgemein gültige und alle Dimensionen erfassende Definition zu pressen, gilt es in allen Bereichen europäischer Entwicklungsfelder die feine Balance zwischen Einheit und Vielfalt zu finden und das tägliche Bemühen um das Gemeinsame zu stärken. Der Kontext der österreichischen Bildungspolitik mit dem Beitritt Österreichs zur EU grundlegend geändert. Allgemeine und berufliche Bildung hat höchste Qualität. Wesentlich ist, dass Qualifikationen, Wissen und Fertigkeiten überall anerkannt werden und alle Bürger Zugang zu lebensbegleitenden Bildungsmaßnahmen haben.
Im Bildungsbereich stellen die europäischen Verträge, die beginnend mit Lissabon im Jahre 2000 voranschreitend immer weiter konkretisiert wurden, klar, dass es nicht Ziel der EU ist, die Bildungssysteme in Europa zu vereinheitlichen oder gar zu nivellieren. Vielmehr wird festgehalten, dass nationale Bildungssysteme historisch gewachsen, in ein kulturelles Umfeld eingebettet und damit für das jeweilige Land Identität stiftend sind.
Dennoch hat man sich darauf geeinigt, dass die nationalen Bildungssysteme weiter zu entwickeln und Konvergenzen auszubauen sind, damit die europäischen Freiheiten von den Bürgerinnen und Bürgern der Union auch gelebt werden können.