Berichte 2007 10. Vernissage im Gedenkjahr 1956
thumb_pre-bastei-f4Die 10. Vernissage nahmen das Europahaus Neumarkt und der ungarische Freundschafts-verein BASTEI (BAranya-STEIermark) zum Anlass, an den 50. Jahrestag des Ungarnauf-standes 1956 zu gedenken. Mehrere hunderttausend Demonstranten forderten 1956 mit Rundfunkbesetzung und einem Generalstreik demokratische Wahlen und die Loslösung von der UdSSR, woraufhin sowjetische Truppen den Aufstand niederschlugen und etwa 20.000 Ungarn töteten. Beinahe 200.000 Menschen flüchteten nach Österreich. Über Betreiben der „Europäischen Föderalistischen Bewegung“ konnten 48 Flüchtlinge im Europahaus untergebracht werden.
Unter dem Titel Volkskunst in Baranya  präsentierten die anwesenden Künstler Tusch-zeichungen, Aquarelle, Ölbilder und alte Handarbeiten über ihre Heimat und Neumarkt. Der Präsident des BASTEI, Dr. Laszlo Schmidt, schilderte an Hand von Zeitungsberichten, Dokumentationen und Bildern sehr eindrucksvoll seine Eindrücke über diese Zeit und dankte nochmals für die damalige Hilfe und Unterstützung. Er gab mit Nachdruck zu verstehen, dass die Europäische Föderalistische Bewegung und das Europahaus Neumarkt sehr wesentlich dazu beigetragen haben, dass im Jahre 1989 der Eiserne Vorhang fiel und die EU-Erweiterung im Jahre 2005 zustande kam.

Die Verwalterin des Europahauses Neumarkt, Christine Hofmeister, erinnerte in ihrer Begrüßung, dass die erste steirisch-ungarische Begegnung bereits 1687 stattgefunden hat und erwähnte auch intensive Zusammenarbeit zwischen dem Europahaus und Ungarn, sowie die maßgebliche Beteiligung an der Installierung von über 30 Schul- und Gemeindepartner-schaften im Komitat Baranya und der Steiermark

Anlässlich der Eröffnung der 10. Vernissage konnte Vizebürgermeister Wolfgang Griedl den ungarischen Galleristen Béla und Ilona Nöt für die jahrelange Treue zu Neumarkt und dem Europahaus die „Ehrenurkunde der Marktgemeinde Neumarkt mit dem Abzeichen in Silber“ überreichen.
Musikalisch exzellent umrahmt wurde die Eröffnung mit den Geschwistern Kraxner und den „Kleinen Kulmer Schuhplattlern“ bei originalen Speisen aus Baranya und Transdanubien.

Die Ausstellung ist in die Volksbank Neumarkt gewandert und kann noch bis 15. September besichtigt werden.

Wir verstehen uns als Vorreiter für ein vereintes Europa und arbeiten seit 1951 für diese Idee.




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